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Curly Girl Methode: DIY Haarpflegeprodukte

by Lisa

Hallo meine Lieben,

vor 1 1/2 Jahren hatte ich mit der Curly Girl Methode begonnen und seitdem hat sich einiges geändert. Hier kommt ihr übrigens zum Blogpost, wo ich gerade mit CGM angefangen hatte. Während man Anfangs noch Massen an Produkten probiert, hat man nach und nach den Wunsch auf natürliche Haarpflegeprodukte umzustellen. Auch wenn auf eine große Vielzahl an Inhaltsstoffen verzichtet wird, enthalten gekaufte Produkte doch noch einiges an fragwürdigen Stoffen. Bei DIYs wisst ihr immer was ihr euch in die Haare schmiert und könnt es ganz nach eurem Bedürnissen anpassen. Mit selbstgemachten Shampoo und Conditioner Bars sowie Leinsamengel tut ihr außerdem etwas für die Umwelt, da viel weniger Verpackungsmüll verursacht wird . 

 

Shampoo Bar

Du brauchst: für 2 Bars

  • 50g SCI Nadeln
  • 50g Speisestärke
  • 25g Kakaobutter
  • 10 Tropfen ätherisches Öl (z.B. Pfefferminzöl)
  • optional: Lebensmittelfarbe, Aroma,  Pflegeöle, Seidenprotein etc. 

So geht´s: Mundschutz tragen!

  1. SCI Nadeln in einem Mixer fein mahlen 
  2. SCI Pulver mit Speisestärke mischen 
  3. Kakaobutter in einem Wasserbad schmelzen und zu den trockenen Zutaten untermischen und zu einer Masse verkeneten
  4. je nach Beliebigen können nun die Zusatzstoffe untergeknetet werden (Lebensmittelfarbe, ätherisches Öl, etc.)
  5. Masse in eine Form geben und aushärten lassen

Hier wird vor allem auf milde Tensiside gesetzt, welches die Haare nicht austrocknet. Ein weiterer Pluspunkt ist, dass das feste Shampoo ganz ohne Alkohol auskommt. 

Milde Tenside sind:

  • Coco Glucoside
  • Decyl Glucoside
  • Decyl Polyglycoside
  • Lauryl Glucoside
  • Sucrose Cocoate
  • Sodium Cocoyl Isethionate (SCI)

Für dieses Rezept wurde SCI, also Sodium Cocoyl Isethionate, verwendet. Verwendet ihr ein anderes Tensid empfehle ich euch, dass ihr euch erst zwecks pH-Wert schlau macht, da der richtige pH-Wert für die Haare eine wichtige Rolle spielt. Bei der Herstellung solltet ihr außerdem unbedingt ein Mundschutz tragen, da SCI die Atemwege reizt. So viel zu den Tensiden. :) Speisestärke sorgt in diesem Fall für die Verbindung mit SCI und Kakaobutter für die Festigkeit und außerdem für Feuchtigkeit. Statt Kakaobutter könnt ihr übrigens auch Sheabutter verwenden. Um zusätzlich die Kopfhaut zu pflegen, darf auch kein ätherisches Öl fehlen. Was welches ätherische Öl kann, findet ihr weiter unten. Ich selbst setze bei Shampoo vor allem auf Teebaumöl! Ansonsten könnt ihr je nach Lust und Laune noch weitere Zusätze hinzugeben, wie zum Beispiel  Lebensmittelfarbe, Aromen oder Seidenprotein. 

 

Conditioner Bar

Du brauchst: für 2 Bars

  • 20g Cetylalkohol
  • 30g Kurquat
  • 30g Kakaobutter
  • 20g Kokosöl
  • optional: ätherisches Öle, Pflegeöle,  Lebensmittelfarbe, Aroma, Seidenprotein etc.

So geht´s: 

  1. Cetylalkohol, Kurquat,  Kakaobutter und Kokosöl in einem Topf schmelzen lassen und gut umrühren
  2. Wenn alle Zutaten geschmolzen sind, könnt ihr die Zusätze unterühren
  3. Die Masse nun in Formen füllen und aushärten lassen

 


Kurquat sorgt für glänzende Haare, wirkt Frizz entgegen und macht die Haare geschmeidig und kämmbar. 

Kakaobutter ist eine Wunderwaffe für strohige Haare, denn sie sorgt für reichlich Feuchtigkeit. Durch die gesättigten Fettsäuren wird außerdem Spliss sowie auch Haarausfall und Schuppen vermindert. 

Kokosöl weist diesselben guten Eigenschaften wie Kakaobutter auf. Außerdem liefert es reichlich Nährstoffe, was die Haare vor Umwelteinflüssen schützt und repariert. 


Es ist wirklich wichtig, dass bei der Verwendung von Kurquat und Cetylalkohol auf das richtige Verhältnis (1/3 Kurquat, 2/3 Cetylalkohol)  geachtet wird, denn nur so können die einzelnen Inhaltsstoffe miteinander emulgieren. Auch sollten keine Zutaten einfach so weggelassen werden, jedoch könnt ihr sie  je nach Wunsch ersetzen. 

UNersetzbar für dieses Rezept ist Kurquat und Cetylalkohol, denn sie bilden die Basis für dieses Rezept . Ohne Probleme ersetzbar ist Kakaobutter und Kokosöl. Statt Kakaobutter könnt ihr auch Sheabutter verwenden, was genauso gut funktioniert. Ich persönlich musste aber feststellen, das meine Haare Kakaobutter lieber mögen – einfach mal ausprobieren! Kokosöl könnt ihr auch durch andere Öle ersetzen, wie zum Beispiel Mandel- oder Arganöl. 

Die Hauptbasis ist somit geschaffen, natürlich könnt ihr euren festen Conditioner nach Lust und Laune noch „aufpeppen“. Zum einem muss ich sagen, das Kurquat wirklich nicht angenehm riecht, weshalb ich nur empfehlen kann, zu Duftstoffen in Form von Aromen oder ätherischen Ölen zu greifen. Ich greife am liebsten zu Vanille-Aroma, denn die Kombination aus Kakao(butter), Kokos(Öl) und Vanille ist mein absoluter Favorit. Und wer es bunt mag kann es auch noch mit Lebensmittelfarbe einfärben. Übrigens, auch Gewürze wie Kurkuma und Zimt eignen sich super dafür! Somit sind die Augen und die Nase jetzt zufrieden, aber auch bei den pflegenden Eigenschaften kann man mit Zusätzen noch einiges rausholen, wie durch die Zugabe von Proteinen und (ätherischen) Ölen. 

 

Leinsamengel

Du brauchst:

    • 40g Leinsamen (ganze!)
    • 250mL Wasser
    • 1 TL Honig
    • für längere Haltbarkeit: ein paar Tropfen Vitamin E 
    • optional: ätherisches Öl, Aroma, Seidenprotein etc. 

So geht´s: 

  1. Leinsamen und Wasser aufkochen lassen, dann auf niedrige Stufe stellen und 3-4 Minuten unter ständigen Rühren köcheln lassen. Es ist fertig, wenn das Wasser vom Kochlöffel Fäden zieht
  2. Nun können der Honig, und die weiteren Zusätze untergerührt werden
  3. Leinsamen-Wasser-Gemisch auf ein Sieb geben und das Gel in einem sauberen Gefäß auffangen. Fertig ist das Leinsamengel!

Das Leinsamengel ist wohl das bekannteste DIY in der CGM Community – zu Recht.

Leinsamengel bringt viele positive Vorzüge mit sich mit:

  • Es ist einfach herzustellen
  • Es ist kostengünstig
  • Es trocknet die Haare nicht aus 
  • Es ist überhaupt nicht klebrig und sorgt trotzdem für einen Cast
  • Es spendet reichlich Feuchtigkeit 
  • Es hilft gegen Frizz und definiert die Locken

Und, und, und…ich könnte noch so viel mehr aufzählen!  Aber nun nochmal von vorne. Das Leinsamen in unserer Ernährung sehr gesund für uns sind, ist kein Geheimnis mehr. Und genau diese Eigenschaft spielt bei Leinsamengel eine wichtige Rolle: Leinsamen besitzen Schleimstoffe, die in Verbindung mit Wasser aufquellen. Seien wir die Leinsamen nach dem Kochen ab, enthalten wir ausschließlich den Schleim – das Gel. Man benötigt also nur Leinsamen und Wasser und schon hat man das eigentliche Produkt. Für die extra Portion Pflege könnt ihr natürlich je nach Lust und Laune wieder ätherische Öle, Aromen, Seidenprotein etc. hinzugeben. Außerdem darf bei mir kein Honig fehlen! Es sorgt nochmal für extra Feuchtigkeit und ich bilde mir ein, das es auch zur Bildung eines Casts beiträgt. 

Leinsamengel selbst ohne Zugabe von Koservierer hält sich im Kühlschrank nur einige Tage. Mit Zugabe von Vitamin E hingegen hält es sich im Kühlschrank ca. 2 Wochen. Ein weiterer Koservierer, was das Leinsamengel noch länger haltbarer  (>2 Wochen) machen soll, ist Biogard 211, aber damit habe ich selbst noch keine Erfahrung gemacht. Meine Empfehlung: Stellt eure Leinsamengel immer auf Vorrat in größeren Mengen het und friert sie in Eiswürfelformen ein. So habt ihr immer Leinsamengel griffbereit und das mit Frische-Garantie! :) 

 

Welche ätherischen Öle für was verwenden?

fettige Haare: Rosmarin, Teebaum, Thymian, Zitrone

Haarausfall: Zedernholz, Rosmarin, Lavendel, Teebaum

Schuppen: Zedernholz, Salbei, Eukalyptus, Teebaum, Aloe Vera, Argan

Juckreiz: Kamille, Lacendel, Sanddorn, Aloe Vera

Haarwachstum: Rosmarin, Thymian, Lavendel

geschwächte Haare: Thymian, Rosmarin, Ylang-Ylang, Lavendel

trockene Haare: Lavendel, Sandelbaum, Orangen, Aloe Vera, Argan

Wenn ihr mehr über die einzelnen Öle erfahren wollt, kann ich euch wirklich den Artikel von NANOIL an´s Herz legen. Dort ist alles sehr übersichtlich und vor allem auch informativ ausgeführt worden. 

 

Weitere pflegende Öle und ihre Eigenschaften:

Brokkolisamenöl sorgt für geschmeidige und glänzende Haare und verhindert durch ihre glättende Eigenschaft fliegende Haare. Im Allgemeinen weist dieses Öl eine ähnliche Wirkung wie Silikone auf, was vor allem den wertvollen Inhaltsstoffen zu verdanken ist. Insgesamt wirkt Brokkoliesamenöl glättend, feuchtigkeitsspendend und definierend – perfekt für curly Girls! 

Arganöl ist eine Wunderwaffe, denn es enthält viele wertvolle Inhaltstoffe. Vitamin E kräftigt die Haare und stimuliert die Haarwurzeln. Carotinoid schützt die Haare vor UV-Strahlung und dem austrocknen. Linolensäure sorgt für Elastizität und schützt vor Haarbruch. Quercetin wirkt zellschützend und antibakteriell und bringt die Kopfhaut wieder ins Gleichgewicht. Flavonoide wirken ebenfalls antibakteriell und helfen bei Schuppen. Außerdem hat Arganöl eine antioxidative Wirkung und schützt die Haare vor Umwelteinflüssen.

Mandelöl ist reich an Vitamin A,E, B und D sowie an Mineralstoffen wie Kalium, Magnesium und Kalzium sowie an ungesättigten Fettsäuren – ein wahrer Nährstoff Booster also! Mandelöl hat die besondere Eigenschaft, das es dem Hautfett sehr ähnlich sieht und somit schnell aufgenommen werden kann. Die Vitamine und Mineralstoffe im Öl versorgen die Haar reichlich mit Nährstoffen, was das Haarwachstum anregt und die Haastruktur stärkt.  Die Fettsäuren sorgen führ reichlich Feuchtigkeit und schützen die Haare vor Umwelteinflüssen. 

 

Aber wo bekomme ich nun die Zutaten alle her? Ich selbst kaufe alle meine Zutaten immer bei Dragonspice und bin sehr zufrieden mit dem Preis-Leistungs-Verhältnis. Schaut auch mal beim Naturkosmetik Shop bei euch um die Ecke vorbei, mit etwas Glück könnten sie auch die ein oder anderen Produkte auf Lager haben. Ansonsten gibt es noch viele Andere Online-Shops – einfach mal vergleichen. 

 

Viel Spaß beim Nachmachen! :-)

 
 

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1 comment

Glamourpilot 2. August 2020 - 23:51

Liebe Lisa, danke für den Artikel. Ich überlege jetzt schon so lange die CGM auch mal zu machen. Jetzt weiß ich auf jeden Fall schon mal Bescheid.

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